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Tuck & Patti
Gereifte Intimität
 
Tuck & Patti bei „Jazz im Zelt“ in Passau
 
Überschwänglichen Applaus gibt es bereits als Vorschuss, als Tuck & Patti im Zelt an der Passauer Ortsspitze auf die Bühne kommen. War dies die Freude von einigen mitgealterten Fans über den ersten Auftritt des seit 30 Jahren bestehenden Duos in Passau, so braust dem Musikerpaar die Begeisterung während des nachfolgenden, pausenlos gespielten Konzerts aus dem gesamten Publikum entgegen - Reaktionen auf innige und mitreißende Musikalität.

Dass die schwarzamerikanische Sängerin Patti Cathcart und ihr Mann, der Gitarrist Tuck Andress, im allerbesten Sinne aufeinander eingespielt sind, spürt man vom ersten Moment. Gesang und Begleitung greifen ineinander, als entstünden sie aus ein und derselben Person. Dieses Markenzeichen von Tuck & Patti scheint mit den Jahren gereift wie ein herausragender Wein. Pattis beseelte Soulstimme ist hauchzart belegt von herbem Timbre. Zur Ausgefeiltheit von Tucks Gitarrenspiel kommen Klangfarben und technische Überlagerungen von eigenem Charakter. So glaubt man, eine ganze Band zu hören, als er solo zuerst in Memoriam Michael Jackson „Man In The Mirror“, dann den durch Santana bekannten Bolero „I Love You Much Too Much“ interpretiert. Feurige Percussion, die er durch rhythmisches Griffbrettschlagen erzeugt, führt daraufhin Patti mit ihren Stimmbändern und dem Mikrofon vor: lautmalerischen, rappigen Scat, tief schwarz gefärbt.

Der Großteil ihres Programms sind Lieder aus dem „Great American Songbook“, die sie für ihre neue CD „I Remember You“ aufgenommen haben. Dabei dreht sich alles um - ja, die Liebe. Patti verleiht ihr unter die Haut gehende Intimität. In der Zugabe „Time After Time“ lässt sie das mitsingende Passauer Publikum an der Liebe als zentrale Kraft für die ganze Menschheit teilhaben.
 
Datum: vom 06.07.2009
Publikation: PNP
Autor/-in: Gabriele Blachnik
 
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