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Vereinsheimschwabing
Voller Einsatz für die „Passauer Feuchtgebiete“
 
Starke Gstanzl und 700 Gäste bei Flut-Benefizabend des Eulenspiegel-Festivals

Beim Amtsantritt des Passauer Bischofs 2002 gab es ein Jahrhunderthochwasser, im Jahr seines Abtritts schon wieder . . . Ganz neue Verbindungslinien haben die Well-Brüder Michael, Stopherl und Karli in ihren Gstanzln zum Thema Hochwasser beim Fluthilfeabend „Vereinsheimschwabing unterwegs“ des Passauer Eulenspiegel-Festivals gezogen.

Zwölf Kabarettisten und Musiker aus Deutschland und Österreich sind auf eigene Kosten am Mittwoch an die Ortspitze gereist. „Wir machen richtig Benefiz, nix Charity“ - so begrüßte Moderator Hannes Ringlstetter die 700 Besucher, die ein fulminantes Programm mit schnellen Wechseln auf der Bühne sahen. Der 20-jährige Martin Frank aus Hutthurm schmetterte gleich zu Beginn die passende Arie: „O sole mio - Che bella cosa“.

Auch Altmeister Dieter Hildebrandt lockte die Benefizveranstaltung zu einem seiner seltenen Gastspiele nach Passau. Obwohl er nur an einem Tisch saß, hing das Publikum an seinen Lippen. „Optimismus ist, wenn ein 95-Jähriger zur Vorsorgeuntersuchung geht“, klärt er auf und rockte schließlich mit seinem Gehstock zu seinem Optimismus-Rap über die Bühne.

Viel Optimismus, Lachtränengarantie und ein Potpourri an Ideen hatten auch Martina Schwarzmann, Michi Sailer und Hannes Ringlstetter im Gepäck. Ein weiterer großer Gast des rund vierstündigen Abends im Zirkuszelt war Ottfried Fischer. „Da bin i dahoam“, sagte er den Passauern gut gelaunt. Am 7. November wird Fischer seinen 60. Geburtstag feiern, und obwohl er mit der Hitze im Eulenspiegel-Zelt zu kämpfen hatte: Seine Worte zur Kirche waren gewohnt kämpferisch. Doch trotz der vielfältigen Themen der Künstler - das Hochwasser hatten viele ins Programm eingeplant: Die Passauer Saudiandl, Barbara Dorsch und Gerlinde Feicht, sangen deftige Gstanzl gegen den Donauausbau. Der Wiederaufbau wiederum hatte es Alfred Dorfer angetan, und Manfred Kempinger schreibt an dem Buch „Passauer Feuchtgebiete“ - „Die Stimmung geht wieder aufwärts, ich gehe nicht mehr mit Gummistiefeln ins Bett, frage wieder nach der Uhrzeit anstatt des Pegelstand. Jetzt sind wir wieder offen für neue Katastrophen, zum Beispiel die CSU.“

Der Keller Steff sang sein Lied „Marionettentanz“, denn: „Bei der Flut haben wir alle zusammengeholfen, gezeigt, dass wir keine Marionetten sind.“ Die Band Simeon Soul Charger spielte im Vorprogramm, die Bananafishbones aus Bad Tölz machten den Abend mit ihrem gleichnamigen Song zu einem „Easy Day“ und stimmten zum Ende den Benefizsong „Weida miteinand“ an. Spontan, aus Leibeskräften und in voller Leibesfülle tanzten Dorsch und Fischer zum Finale mit den Kollegen auf der Bühne. Ein unvergesslicher Abend der zeigt: Das Lachen hat Passau nicht verlernt - es geht weida.

Die Sample-CD „Weida mitanand“ ist ab heute im Handel erhältlich.
 
Datum: vom 19.07.2013
Publikation: PNP
Autor/-in: Miriam Eckert
 
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