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Band Aid auf Bairisch
 
Ein riesiges Musikerkollektiv hat den Benefiz-Song „Weida mitanand“ für die PNP-Fluthilfe eingespielt - Ab morgen zum Download

Verzweiflung lag in der Luft, als das Wasser stieg und nicht aufhörte. Den Tränen des Verlusts folgten Tränen der Rührung über eine beispiellose Hilfsbereitschaft in den Flutgebieten. Wie viele, so fuhr der in München lebende Konzertveranstalter Till Hofmann in seine Heimat Passau, um mit anzupacken. Als er seiner Frau Michaela Hohl zu Hause erzählte, wie trotzig und warmherzig die Menschen an den Flüssen zusammenrücken, sagte sie: „Da müsste man ein Lied draus machen.“ Ab morgen ist dieses Lied im digitalen Handel.

In einer einzigen Nacht schrieb Gerd Baumann, der mit Filmmusiken für Marcus H. Rosenmüller bekannt wurde und mit Till Hofmann und dem früheren FC-Bayern-Profi Mehmet Scholl die Plattenfirma Millaphon Records leitet, die Musik zu „Weida mitanand“, zusammen mit Peter Horn von der Band Bananafishbones. Der Text stammt von Baumann und Hofmann und handelt vom Wunsch, das Wir-Gefühl der Aufräumarbeiten zu bewahren und zu pflegen, auch in besseren Zeiten. In Rekordzeit wurden Künstler gewonnen und Tonspuren aufgezeichnet. Gestern wurde der Song abgemischt und an den Vertrieb gegeben. Niemand verlangte Gage, die Plattenfirma arbeitete auf eigene Kosten. „Wir spenden die Einnahmen bewusst an die PNP-Fluthilfe, weil wir es gut finden, dass dort je nach Betroffenheit verteilt wird“, sagt Michaela Hohl.
Dass es dieses Lied mit mehr als 30 Musikern gibt, ist ein Wunder. Das noch größere Wunder ist: Es ist auch richtig gut! Die PNP konnte einen Tag vor der Präsentation hineinhören: Angetrieben von der akustischen Gitarre, greifen die vielen Stimmen ineinander, organisch fügen sich La-BrassBandas wehmütige Bläser-flächen und Moop Mamas dramatischer Rap ein. Zuversichtlich und schwermütig zugleich klingen die 4 Minuten und 10 Sekunden, der tanzbar-leichte Country-Folk-Rhythmus sorgt dafür, dass das Ganze trotz Kinderchor und Streichern nicht sehr kitschig wird.

Gesungen wird, vor allem auf Bairisch, von einer Katastrophe, die die gewohnte Welt einstürzen lässt, und vom Aufbruch: „Und wann se unser Welt auf oamoi nimmer draht, drahn mir uns immer weiter mitanand!“ Als Namen hat sich das riesige Musikerkollektiv „Captain Nepomuk’s Friendly Heart Choir Club“ gegeben. In Anlehnung an den Schutzheiligen gegen Wassergefahren.



SIE SINGEN MIT:

 Willy Astor
 Blumentopf
 Peter Brugger (Sportfreunde Stiller)
 Eugen Kern-Emden (Moonband)
 Monika Gruber
 Tobi Haberl & Matze Brustmann (Balloon Pilot)
 Maria Hafner & Julia Loibl (Hasemanns Töchter)
 Sebastian & Peter Horn (Bananafishbones)
 JJ Jones
 Evi Kegelmeier (Zwirbeldirn)
 Keller Steff
 Mathias Kellner
 Claudia Koreck
 Keno Langbein (Moop Mama)
 LaBrassBanda
 Gudrun Mittermeier
 Wolfgang Niedecken (BAP)
 Karin Rabhansl
 Hannes Ringlstetter
 Marcus H. Rosenmüller
 Konstantin Wecker
 
Datum: vom 20.06.2013
Publikation: PNP
Autor/-in: Raimund Meisenberger
 
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