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Kunstnacht 2011
Kunstnacht in der Altstadt: Viel mehr los als am Tag
 
Zwölfte Auflage des unterhaltsamen Kulturspektakels lockte gestern Tausende auf Straßen und Gassen - Musik und Kunst, wohin man sich wendete

Mit Ausnahme der Anwohner werden sich viele gedacht haben: Ach, wenn doch nur öfters so viel los wäre in unserer Altstadt. Jedenfalls herrschte gestern Abend Hochbetrieb in den Straßen und Gassen zwischen Ortspitze und Paulusbogen, als zum zwölften Mal die Passauer Kunstnacht über die Bühne(n) ging. In mehr als 40 Galerien, Lokalen, Plätzen und Innenhöfen boten Künstler, Gastronomen oder Kulturschaffende ein Unterhaltungsprogramm, das eine beeindruckende Vielfalt bot. Tausende Nachtschwärmer waren unterwegs, um das Spektakel in vollen Zügen zu genießen.

Richtig viel los war zum Beispiel im Kulturmodell Bräugasse, das just zur gestrigen Kunstnacht sein 20-jähriges Bestehen feierte (einen ausführlichen Bericht darüber lesen Sie in der Montagsausgabe). Mit einer feierlichen Ausstellungseröffnung sowie einem Unterhaltungsprogramm beteiligten sich die Verantwortlichen am vielfältigen Kulturnacht-Programm.
Stars des Abends waren zahlreiche Passauer Tanzpaare, die auf einer hölzernen Plattform auf dem Rathaus-Platz ganz entrückt von der Außenwelt ihren Tango Argentino tanzten. Etliche Passanten blieben stehen und sahen den sich drehenden und windenden Paaren beim rhythmischen Bewegen zu.

Unterstützt von Stadt und Sparkasse hatte der Konzertveranstalter Till Hofmann erneut die Kunstnacht auf die Beine gestellt und parallel dazu sein Zeltfestival an der Ortspitze abgehalten. Auch dorthin zogen zahlreiche Zuschauer, so dass auch dort ein reges Kommen und Gehen herrschte.
Das Architekturforum Passau trug ebenfalls zur 12. Passauer Kunstnacht gestalterisch bei. Die Idee der Architekten war, die Veste Oberhaus an diesem Abend grün anzustrahlen und so den üblichen Anblick einmal ganz anders aussehen zu lassen. „Das Alltägliche nicht alltäglich erscheinen zu lassen“, war die Intention der Planer.
Unter den zahlreichen Veranstaltungen ist noch die Idee des Lukas-Kern-Kinderheims hervorzuheben, das seinen kleinen Künstlern auf dem Platz vor dem Anwesen freie Hand beim Malen ließ und die Werke postwendend verkaufte. Natürlich hatten in der vergangenen Nacht auch alle professionellen Galerien zwischen Donau und Inn geöffnet.

Großen Anklang fanden auch die kulinarischen Angebote, zumal das Wetter bis auf eine kurze Tröpfel-Einlage kurz vor 22 Uhr stabil blieb. So konnten die Nachtschwärmer bei lauen Außentemperaturen im Freien sitzen und erfrischende Getränke genießen. Die Altstadt-Gastronomen werden sich gestern ebenfalls gedacht haben: Ach, wenn doch nur öfters so viel los wäre bei uns.
 
Datum: vom 09.07.2011
Publikation: PNP
Autor/-in: Jörg Klotzek
 
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