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Blickpunkt Spot Spezial
Passauer Künstler-Gipfel für die Lebenshilfe
 
Spitzenaufgebot zu Gunsten behinderter Menschen der Region: Otti Fischer, Peter Brugger, Willy Michl, Passauer Saudiandln und Manfred Kempinger beim Zeltfest

Da kann Moderator Hannes Ringlstetter noch so viele Regieanweisungen zum Applaudieren geben, das Publikum entscheidet selbst, wer ihm am besten gefällt. Das war an diesem Benefizabend im Eulenspiegelzelt an der Passauer Ortspitze eindeutig der Passauer Manfred Kempinger mit seinen köstlichen Ausführungen zum Fußballerleben in der Provinzmannschaft „Obernzell 2“.

Festivalorganisator Till Hofmann hat für die Lebenshilfe Passau für Menschen mit Behinderung ein Bühnenformat aus seinem Münchner „Vereinsheim“ nach Passau verpflanzt, das man auch hier gut gebrauchen könnte. „Blickpunkt Spot“ ist ein regelmäßig veranstalteter bunter Abend für Komödianten, Musiker und Kabarettisten. Hauptzweck ist, sich zu amüsieren. In Passau gelang das erst so richtig, als Poet Jaromir Konecny einen tschechischen Bierwitz zum Besten gibt.
Moses Wolf punktet als Vollweiser aus dem Morgenland mit seiner esoterischen Shanti-Vorführung. Slamer Georg Egger, genannt Grög, nimmt in Anwesenheit von OB Jürgen Dupper den Interneteintrag des Passauer Ordnungsamtes auf die Schippe. Anhand der umfangreichen Regelungen zählt er auf, was im Gegensatz zu hier in Kabul fehlt. Für die Frauenquote sorgen die Passauer Saudiandln. Babsi Dorsch schmettert ein Münchner Couplet und liest hörenswerte Texte eines Südtirolers, der in einer Behindertenstätte lebt. Gerlinde Feicht gibt solo ein volkstümlich-dadaistisches Heimatlied aus Passau von Karl Krieg und Elmar Raida.

Außer Kempinger mit seinem starken Kabarettsolo bringen noch einige der 13 Akteure das Publikum zum Jubeln, zum Beispiel Ottfried Fischer. Der viertelstündige Ausschnitt aus seinem aktuellen Programm „Wo meine Sonne scheint“ macht Lust auf mehr. Peter Brugger von den „Sportfreunden Stiller“ bringt zwar nur jüngere Zuhörer zum Mitsingen, begeistern kann er mit zeitgeistigen Songs aber auch die älteren. Außerdem leitet er einen Höhepunkt des Abends ein: Zu ihm gesellen sich Ringlstetter und Hofmann und Passau erlebt die Premiere des Gitarrentrios „Wir sind die sexy Söhne, der Kurze, der Dicke und der Schöne“. Nur ein Münchner Indianer konnte da noch etwas draufsetzen. Willy Michl bringt in seiner Heimathymne nicht nur die Isar, sondern auch die Luft im Zelt zum Flimmern.
 
Datum: vom 21.07.2010
Publikation: PNP
Autor/-in: Gabi Blachnik
 
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