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Willy Michl
Der Isarindianer zwischen Brüdern und Schwestern
 
Der Meister des Spontanen: Willy Michl feierte seinen 60. Geburtstag beim Eulenspiegel-Zeltfestival an der Passauer Ortspitze


Umströmt von Bruder Inn, Schwester Donau und der kleinen Schwester Ilz feierte Bluesbarde Willy Michl im Eulenspiegelzelt an der Passauer Ortspitze mit seiner Frau Cora und den zahlreich erschienenen Fans seinen 60. Sommer. Der Isarindianer ging schon zu Beginn seines Konzerts in die Vollen, stimmte mit „Isarflimmern“ gleich einen der Höhepunkte seiner Karriere an, fügte einige auf die Dreiflüssestadt bezogene Textpassagen ein und gewann damit sofort die Herzen der Zuhörer.
Im Nu herrschte beste Stimmung - beim darauf folgenden „Bobfahrerlied“, in Rock-and-Roll-Manier mit harten Gitarrenriffs interpretiert, klatschte und sang das Publikum bereits kräftig mit. Das lag neben dem satten Groove seiner Ovation-Gitarre und dem mitreißenden Gesang auch an Michls „Volksnähe“. Schon vor dem Auftritt plauderte er mit den Besuchern, zeigte sich sichtlich erfreut über die Gratulationen und kleinen Geschenke von Kindern.
Natürlich überbrachte er, den sie auch Donnerschall nennen, den Fans die Botschaften weiser Medizinmänner von Liebe, Frieden, Ehre, Respekt voreinander und gegenüber der Natur und mahnte, nach diesen Prinzipien zu leben. Bisweilen gingen diese Ausflüge in die Lebensphilosophien der Indianer auf Kosten der Musik, doch die Fans nahmen es ihrem Idol nicht übel, sie wissen, das ist keine PR-Masche, sondern feste Überzeugung. Und ein erfahrener Entertainer wie Michl hat das Ganze ohnehin im Griff.
Der „Traumwanderer“ zaubert auf der Gitarre, wechselt zwischen Akkord- und Solospiel, unaufhörlich treiben die Bässe voran, er variiert die Rhythmen, Bluesiges bereichert er mit Jazzharmonien, so dass alte Songs wie „Una Bella Si-gnorina“, „Der Fuchs-Blues“ oder „Das Land Nepal“ in völlig neuem Licht erscheinen. Herrlich die gepfiffene Melodie bei „Fliag, Vogel, fliag“, die er effektvoll mit seinem Fingerpicking umspielt. Willy Michl ist an Spontaneität kaum zu übertreffen, vieles - ob Musik oder Texte - wirkt genial improvisiert. Selbst die Moderation erfolgt mehrsprachig, mal auf gut Bairisch, mal Hochdeutsch, dann wieder in jedem verständlichem Englisch. Er ist eben Münchner und Indianer.  


Willy Michl beteiligt sich auch am Zeltfest-Benefizabend für die Passauer Lebenshilfe am 19. Juli.
 
Datum: vom 13.07.2010
Publikation: PNP
Autor/-in: Walter Peschl
 
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