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Zeltfestival am Schluss-Wochenende überflutet
 
Veranstalter Till Hofmann schätzt Besucherzahl auf 20 000 - Überraschungserfolg war Kabarettist Han’s Klaffl - Astor auf Residenzplatz verlegt

Ganz schön nass war es am Samstag beim Eulenspiegel-Zeltfestival und das von allen Seiten: Kabarettist Alf Poier spielte nur bis zur Pause, das Hochwasser kam ihm dazwischen. Das Zelt wurde gestern abgebaut, zeitgleich stellte das Team rund um Veranstalter Till Hofmann die Bühne für Willy Astor bereit, und zwar auf dem Residenzplatz.

Alf Poier wird nächstes Jahr wiederholt

Plötzlich war es da, das Wasser auf der Ortspitze: Eben noch saßen die Besucher des Zeltfestivals gemütlich beieinander und lachten über die schrägen Showeinlagen des Kabarett-Kasperls Alf Poier, schon stellte sich ihnen während der Pause die Frage: „Wie komme ich trockenen Fußes hier weg?“ Gar nicht, lautete die Antwort. Als Veranstalter Till Hofmann den Auftritt mit den Worten „Aufhören, die Veranstaltung wird wiederholt, die Karten behalten ihre Gültigkeit“ offiziell beendete, konnten die Besucher zwar an der Donauseite die Ortspitze Richtung Altstadt verlassen, nass wurden die Füße aber in jedem Fall.
„Kurz vor der Pause habe ich noch telefoniert und die Prognose erhalten, dass das Wasser steigt“, erklärt Hofmann. „Dann war auch schon ein Polizist da, der sagte, dass die Schleuse aufgemacht und das Wasser noch einmal um 60 Zentimeter steigen würde.“ Einige Gäste machten sich durch das fußhohe Donauwasser auf den Heimweg, andere kletterten durch ein Loch in der Mauer auf den Hof des Hotels Schloss Ort. Weg kamen alle, die meisten nahmen es mit Humor: „Alf Poier hat das total lustig gefunden“, sagt Till Hofmann mit einem Grinsen. Probleme habe es an dem Abend keine mehr gegeben.
Seit gestern laufen die Aufräum- und Abbauarbeiten an der Ortspitze, Willy Astor trat auf dem Residenzplatz auf. „Eigentlich war als Ausweichplatz der Innenhof des Leopoldinum geplant“, sagt Hofmann, da aber eine Veranstaltung der Festspiele Europäische Wochen zeitgleich in der Studienkirche ein Haus weiter stattfand, sei dies ungünstig gewesen. Nach einem Anruf beim Ordnungsamt und einem Gespräch mit Altbischof Dr. Franz Xaver Eder konnte der Aufbau am Residenzplatz beginnen. Es sei nicht das erste Mal, dass Veranstaltungen verlegt werden.

La Brass Banda waren Höhepunkt des Festivals

„Super“ sei es gelaufen heuer, das Eulenspiegel-Zeltfestival, sagt Till Hofmann rückblickend auf die vergangenen drei Wochen. „Höhepunkt waren natürlich La Brass Banda“, schwärmt Hofmann. Knapp 1100 - vom Zehn- bis zum 60-Jährigen - besuchten das Konzert, draußen tummelten sich bei Biergartenwetter noch einmal etwa 400 Gäste. „Total überrascht hat mich, dass so viele Leute bei Han’s Klaffl waren“, sagt er. Enttäuschend sei heuer nichts gewesen, auch Jazz wird es zumindest in den kommenden drei Jahren auf jeden Fall noch geben. Für das kommende Jahr stehen bereits Helge Schneider, Reinald Grebe sowie Rene Marik auf dem Programm. Und natürlich: Alf Poier.

 
Datum: vom 20.07.2009
Publikation: PNP
Autor/-in: Hanna Forys
 
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